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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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Die Galeere

Die Galeere, [391-392] plur. die -n, eine Art Schiffe mit niedrigem Borde, welche zwey Maste führet und durch Ruder fortgebracht wird, daher, sie 25 bis 30 Ruder, mit 5 bis 6 Ruderern an jedem, führen; das Ruderschiff. Dieses Rudern wird gemeiniglich von Sclaven und dazu verurtheilten Verbrechern verrichtet. Jemanden auf die Galeeren schicken, ihn zur Galeeren-Arbeit verurtheilen. Der Galeeren-Sclave, der dazu verurtheilet ist; der Galeeren-Capitän, der das Commando auf einer Galeere hat; der Galeeren-Stock, ein rundes Holz, die Galeere daran am Ufer zu befestigen. Anm. Ehedem schrieb und sprach man dieses Wort nur Galee, welches denn dem Ital. Galea, woher es genommen ist, näher kam. Dän. Galleye, Schwed. Galleia, Engl. Galley. Daß darüber kein Schiff mit Rudern fahren, noch Galeen dahin schiffen werden, Es. 33, 21. Das heutige Galeere, ist aus dem Franz. Galere, im mittlern Lat. Galera. Im Griech. bedeutet - hier nichtlateinischer Text, siehe Image - schon eine Art Lastschiffe, und im Nieders. ist Jelle eine Art kleiner leichter Ruderschiffe; S. Gölle.
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