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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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Das Fahnenlehen

Das Fahnenlehen, [13-14] ober Fahnlehen, des -s, plur. ut nom. sing. in dem Deutschen Staatsrechte, ein Leben höherer Art, welches mit Überreichung einer Fahne verliehen wurde, zum Unterschiede von dem Zepterlehen; Feudum vexilli oder vexillare. Diejenigen weltlichen Vasallen, welche Reichsafterlehensleute unter sich hatten, Fürsten und Grafen, wurden ehedem mit der Fahne, geistliche und andere aber nur mit dem Zepter, beliehen. Ez ist dehain Vanlehen, davon ain man Fürst müge sin, er empfahe ez mit sin ainz hant von dem Kunige, Schwabensp., Kap. 115. Jetzt, da alle Reichslehen vermittelst des Schwertes verliehen werden, hat der Unterschied zwischen den Fahnen- und Zepterlehen aufgehöret.
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