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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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Die Fabrik

Die Fabrik, [3-4] plur. die -en. 1) Ein jedes hervor gebrachtes Werk, und die Werkstätte, in welcher es hervor gebracht wird; in welcher weitesten Bedeutung dieses Wort doch nur zuweilen im Scherze und im gemeinen Leben gebraucht wird. Das ist ein Mährchen aus seiner Fabrik. 2) In engerer Bedeutung, eine jede Werkstätte, wo Waaren von mehrern Arbeitern im Großen verfertiget werden, und zuweilen auch diese Waaren selbst. Eine Strumpf-Fabrik, Leder-Fabrik, Zucker-Fabrik, Band-Fabrik, Zwirn-Fabrik u. s. f. 3) In der engsten Bedeutung werden nur diejenigen Werkstätten dieser Art mit diesem Nahmen beleget, in welches die Waaren durch Hülfe des Feuers und Hammers hervor gebracht werden, um sie von den Manufacturen zu unterscheiden, welche die übrigen Anstalten dieser Art begreifen. Eine Gewehr-Fabrik, Messer-Fabrik u. s. f. Doch wird dieser Unterschied im gemeinen Leben nur selten beobachtet. 4) In den katholischen Kirchen ist die Fabrik die Unterhaltung der Kirchengebäude, und die dazu bestimmten Einkünfte. Anm. Wir haben dieses Wort aus dem Franz. Fabrique, und mit demselben aus dem mittlern Latein. Fabrica angenommen. Das Französische bedeutet eine jede Werkstätte eines Handwerkers und die darin verfertigte Arbeit.
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