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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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Der Eckstein

, des -es, plur. die -e, ein jeder Stein, welcher bestimmt ist, an einer Ecke zu liegen. 1) An einem Gebäude, ein Stein, der so wohl in dessen Grinde an einer Ecke gelegt wird, als auch die äußern Ecken mit ausmachen hilft, wozu gemeiniglich die größten und besten Steine gewählet werden. Wer hat der Erden einen Eckstein gelegt? Hiob 38, 6. Auf ähnliche Art wird Christus in mehrern Fällen ein Eckstein genannt. 2) Ein Stein, welcher von außer an der Ecke eines Gebäudes gesetzt wird, damit dieselbe von den Vorüberfahrenden nicht beschädiget werde. 3) Ein Grenzstein, welcher in die Ecke einer Markung gesetzet wird, wo die Grenze von der geraden Linie abweicht; ein Hauptstein, Ortstein.Anm. Das Wort Ekkestain kommt in der ersten Bedeutung in dem Fragmente eines alten Gedichtes auf Carln den Großen bey dem Schilter zuerst vor. Notker gebraucht dafür Haubetstein, Vuinkelstein, Ortstein. Ps. 117, 22, heißt es bey ihm: Der stein den zimberonde ferchuren, der uuard ze houbete des uuincheles - Daz chit, ze houbet steine. Der houbet stein, daz ist der uuinchelstein, der beide wendezesamene fuoget. Im Angels. heißt ein solcher Stein Hyrnstan, von Hyrn, Horn, Ecke, im Nieders. aber Endelstein, Ortstein. [1635-1636]
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