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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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Der Eber | Gehe zu Seite/Spalte:  | Das Ebergeld

Die Eberäsche

, plur. die -n. 1) Im gemeinen Leben, eine Benennung des Sperberbaumes, oder des Vogelbeerbaumes, dessen rothe sauere Beeren eine angenehme Speise vieler Vögel sind; Sorbus aucuparia, L. 2) In manchen Gegenden wird auch die Zitterpappel, Populus tremula, L. Eberäsche genannt.Anm. Den Nahmen Äsche hat dieser Baum vermuthlich wegen seiner Ähnlichkeit mit der eigentlich so genannten Äsche. Der Vorsatz Eber ist vermuthlich aus aber oder after verderbt, eine schlechtere Art des Äschenbaumes zu bezeichnen, im Gegensatze des eigentlichsten Sperberbaumes oder Speyerlings, Sorbus domestica, L. welcher in einigen Gegenden auch Adeläscht genannt wird, im wärmern Europa wächst, und eßbare Beeren trägt. Übrigens wird der Nahme Aberäsche und Eberäsche in den gemeinen Mundarten häufig in Abrasch, Everesche, Eibischbaum, Eibraschbaum, Ehrischbaum, Ebritzbaum, Aressel u. s. f. verderbt. S. auch Arlesbeere. In den gemeinen Mundarten Ober- und Niedersachsens heißt er Quitzenbaum, Quitschenbaum, die Beeren aber Quitsen, Quitser. [1631-1632]
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