Münchener DigitalisierungsZentrum - Digitale BibliothekBSB - Bayerische Staatsbibliothek

Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

Suche

Neue ausführliche Suche

Der Accusativ | Gehe zu Seite/Spalte:  | 2. Ach

* Ach

, eines der ältesten Wörter der Nordischen Mundarten, welches Wasser, und besonders fließendes Wasser bedeutete. Im Deutschen ist dasselbe nur noch als ein eigenthümlicher Nahme vieler Bäche und Flüsse, und in den Nahmen noch mehrerer Städte und Dörfer übrig, welche an solchen fließender Wassern liegen. In allen Provinzen findet man kleinere Flüsse, welche Acha, Aha, Ach, oder nur schlechthin A heißen, und in Fulda, Gotha, Conna, und hundert anderen Nahmen gehöret das letzte a gleichfalls hierher, welches augenscheinlicher wird, wenn man ihre ältere Schreibart betrachtet, wo sie Fuldaha, Gotaha, Connaha lauten. Bey den Angelsachsen hieß Ea ein jedes Wasser, womit auch das Griechische - hier nichtlateinischer Text, siehe Image - bey dem Hesychius, das heutige Französische Eau, Wasser, das Dänische Aa und Schwedische A ein Fluß, und das Deutsche Aue, überein kommen. Die Alemannen und andere noch ältere Völker setzten ihren gewöhnlichen Hauchlaut hinein, und da ward Aha, Acha, Ach, bey den älteren Griechen - hier nichtlateinischer Text, siehe Image - , bey den Gothen Ahwa, und bey den Lateinern Aqua, daraus. Ein mehreres von diesem Worte haben Frisch, v. Ach, Schilter, v. Ach, und Ihre in Gloss. v. A angeführet. [145-146]
Der Accusativ | Gehe zu Seite/Spalte:  | 2. Ach