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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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Abschnappen

, verb. regul. welches in gedoppelter Gattung gebraucht wird.I. Als ein Neutrum. (a) Mit dem Hülfsworte seyn, mit einem schnappenden Schalle schnell abfahren, von Schlössern und ähnlichen Dingen. Der Hahn am Schlosse, das Schloß ist abgeschnappt. Die Thür schnappte ab. + Figürlich, doch nur in den niedrigen Sprecharten, sterben. Er ist abgeschnappt. (b) + Mit dem Hülfsworte haben, im Reden oder Schreiben plötzlich abbrechen. Wir glaubten noch mehr zu hören, aber er schnappte plötzlich ab, brach ab. In weiterer Bedeutung, plötzlich aufhören überhaupt. Die Tändelwoche schnappt kurz ab, wie der neumodische Styl.II. Als ein Activum, abschnappen machen, in der ersten Bedeutung. Das Schloß, die Thür abschnappen. Schnappe die Thür ab, daß uns niemand störe. [97-98]
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