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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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Abortiren

, verb. reg. neutr. mit haben, zu früh gebären; ein Zeitwort, welches ohne Roth aus dem Lat. abortire aufgenommen worden, weil es unsern Vorfahren an guten Deutschen Ausdrücken nicht fehlte. Das gebräuchlichste war mißgebären, dessen sich noch Opitz bedienet, und wovon wir das Hauptwort die Mißgeburt haben, welches aber jetzt ganz etwas anders ausdruckt, als ehedem, da es weiter nichts als eine unzeitige Leibesfrucht bedeutete. In diesem letztern Sinne findet man bey dem Opitz auch Frühgeburt, und bey andern Mißfall, Abgängling, und für abortiren, einen Mißfall haben. [77-78]
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