Münchener DigitalisierungsZentrum - Digitale BibliothekBSB - Bayerische Staatsbibliothek

Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

Suche

Neue ausführliche Suche

Ablehnen | Gehe zu Seite/Spalte:  | Ableibig

Ablehnen

, (mit dem tiefen e, verb. reg. act. 1) Eigentlich, einen Körper von einem Orte weglehnen. Das Bret von der Wand ablehnen. 2) Figürlich, mit Glimpf von sich abwenden. Einen Verdacht von sich ablehnen. Einwürfe ablehnen, entkräften. Einen Antrag, eine Gevatterschaft, eine Ehre ablehnen, auf eine glimpfliche Art ausschlagen. In den Kanzelleyen ist davon das Beywort unablehnlich üblich, für unwiderleglich. In Oberdeutschland wird dieses Zeitwort ableinen gesprochen und zuweilen auch geschrieben, und an andern Orten findet man auch ablenden dafür:
Wann dann es Gott beliebt, die Stäbe zu verwenden, Kein Rathschalg noch Gewalt vermag es abzulenden, Opitz.
Welches aber auch von lenken hergeleitet werden kann, S. Haltaus v. Lenden. Das Hauptwort die Ablehnung ist am meisten in der figürlichen Bedeutung üblich. [67-68]
Ablehnen | Gehe zu Seite/Spalte:  | Ableibig