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Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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Der Abdruck

, des -es, plur. die -ücke. 1) Die Handlung des Abdruckens und Abdrückens; ohne Plural. Der Abdruck eines Gewehres, eines Buches, einer Pflanze, einer Figur in Wachs, in Thon, in Zinne, in Gyps u. s. f. Hieher gehöret auch die figürliche Bedeutung für den letzten Athem eines Sterbenden, welche aber niedrig ist, wenn gleich Canitz singt:
Wenn mich die Zeit wegnimmt, Die du zum Abdruck mir bestimmt.
2) Das durch Abdrücken und Abdrucken entstandene Bild. Der Abdruck einer Pflanze, eines Siegels, einer Münze, eines Kupferstiches. Der erste, der zweyte Abdruck u. s. f. einen Abdruck von etwas machen oder nehmen. Auch bedeutet Abdruck in diesem Verstande so viel, als das Lateinische Exemplar, wenn von einem Buche die Rede ist, die Abdrücke der ersten Auflage u. s. f. In der Naturgeschichte sind Abdrücke, oder Spursteine, solche Steine, an welchen ein ehemahliger thierischer oder vegetabilischer Körper seine äußere Gestalt zurückgelassen hat. Figürlich kommt Abdruck auch für ein Ebenbild überhaupt vor. Er ist der Abdruck seines Vaters, d. i. er ist ihm sehr ähnlich. Alle Werke der Natur sind Abdrücke der Gottheit, Gell. 3) An den Schießgewehren, die kleine bewegliche Zunge, vermittelst deren sie abgedruckt werden; auch der Abzug. [19-20]
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